5. Spitze im 20. Jahrhundert III

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Geschichte der Spitze

5.3. Die Nachkriegszeit

5.3.1. Im Westen Trizonesiens1 – Ein Freund, ein guter Freund . . .

Die Zeit nach dem zweiten Weltkrieg war also für die Menschen – mal wieder – nicht einfach. Solche Zeiten bringen immer sowohl die besten, als auch die schlimmsten Eigenschaften der Menschen zum Vorschein. Kein Wunder, dass ein so zuverlässiger, aber dennoch sehr kritischer Freund wie der Spitz für Viele das Salz in der Suppe war.

Neben den Verlusten von Familienmitgliedern waren die Wohnverhältnisse schlecht und Mangelzustände an der Tagesordnung. Die Menschen waren ausgehungert – nicht nur, aber auch – nach Lebensfreude und vielen Dingen des alltäglichen Lebens, die dann sehr kreativ improvisiert („Was nicht passt, wird passend gemacht“ – Kleidung aus Vorhängen, Küchensiebe aus alten Stahlhelmen . . . ) oder durch Tauschgeschäfte mit den Soldaten der Besatzungmächte (Zigaretten), Schmuggel (Kaffee aus Belgien) oder sog. „Hamsterfahrten“ (Lebensmittel) beschafft wurden – ein neues Lebensgefühl griff um sich (Andrews Sisters: „Rum and Coca Cola„). Ein Spitz als Wächter über die oft wenigen verbliebenen Habseligkeiten war Gold wert und so standen Spitzwelpen als Tauschobjekt hoch im Kurs. Der Wiederaufbau kostete viel Zeit und auch hier leistete er als Aufpasser für die Kinder unschätzbare Dienste – unsere „Hubschrauber-Eltern“ waren vierbeinig. Mit anderen Worten: In fast jedem zweiten oder dritten Haus lebte ein solch guter Geist und das Stadtbild und unsere Kindheit war von ihnen geprägt (Im wahrsten Sinne des Wortes!)

Ein Freund, Ein Guter Freund
(Comedian Harmonists)

Autos gab es ebenfalls noch nicht viele. Die meisten Besorgungen erledigte man zu Fuß, mit dem Fahrrad oder Bus und so liefen die meisten Hunde frei herum. Hunde, die an der Leine Gassi geführt wurden, waren schon eine wirkliche Ausnahme und es gehörte zum Grundwissen jedes Kindes, dass das unerwünschte „Begriffeln“ fremder (!) Hunde bei einem selbst ebenso unerwünschte Folgen haben kann!

Und wir lernten, dass man aufpassen muss, wo man hintritt. Denn die Menschen hatten wahrhaft andere Sorgen als Hundehäufchen einzutüten.

Die Leute machten dem Hund morgens die Tür auf und wenn er seine Runden gedreht hatte, setzte er sich vors Haus und wartete, bis er wieder hineingelassen wurde oder bezog seinen Wachposten vor dem Haus, im Hof oder vor dem Hühnerstall! Ganz ohne Kommando, ohne Leckerli oder sonst etwas – es war für Mensch und Spitz einfach eine Selbstverständlichkeit!

Er begleitete sein Herrchen zum Bus, sein Frauchen beim Einkauf und die Kinder zur Schule.

Damals gab es noch Metzger und für Kinder und Hunde fiel dort fast immer eine Scheibe Wurst, manchmal sogar eine kleine Knackwurst ab! Ansonsten ernährte er sich von dem, was so beim Essen übrig blieb oder uns Kindern nicht schmeckte und dann „versehentlich“ herunterfiel! 😉

Dabei wird auf seinen Spaziergängen – so ganz nebenbei – wohl auch so manche Maus und Ratte in seinem Magen gelandet sein.

Gespielt haben wir „Spitz pass auf!“ – später kamen auch Puzzlespiele auf – natürlich mit Spitz – was sonst?

Irgendwann, etwa Anfang der 1960er Jahre, gab es einen Hype auf Zigarrenbanderolen, mit denen man gebastelt und sie überall draufgeklebt hat. Im Nachhinein denke ich oft, dass wir da eine ganze schöne Macke hatten . . . 😉

Man hat also Glas-Aschenbecker genommen oder Trinkgläser und die Banderolen mit dem Bild z. B. unter den Boden geklebt, Nach dem Trocknen wurde das Ganze mit Klarlack überzogen, sodass das Bild durch das Glas zu sehen war. Naja – jedenfalls hatte ich einen Zigarren-rauchenden Patenonkel, der mich immer damit beglückt hat.

Ziemlich angesagt waren auch Sammelbilder, die z. B. in Zigarettenschachteln oder hinter Schockoladentafeln geklemmt wurden. Logisch, dass es auch welche mit Spitzen gab.

Und auf unseren Ostereiern und Weihnachtstellern war er auch zu finden.

Wenn irgendein Hund einfach zu unserem Leben dazugehörte, dann war es der Spitz!

Alles Andere konnte man in der Pfeife rauchen!

Immer mal wieder sah man Drehorgelspieler, meistens Kriegsversehrte, die mit einem Spitz oder einem kleinen Äffchen unterwegs waren, manchmal auch beiden und ihre kleinen Begleiter Kunststückchen zu ihrer Musik aufführen ließen.Während die Erwachsenen meist recht zurückhaltend reagierten, waren sie für uns Kinder eine echte Attraktion.

Daneben gab es noch viele solcher winzigen Zirkusse, die z. B. aus einem Pony, einem Esel, einem oder zwei Äffchen, drei Spitzen oder Pudeln, ein bis zwei Schlangen und einigen Tauben bestanden. Dazu führten die Mitglieder der Zirkusfamilie einige Akrobatiknummern und Zauberkunststücke auf, es gab eine Clown-Nummer und ein Spiel für uns Kinder zum Mitmachen.

Mit Reichtum waren die wahrlich nicht gesegnet und so ein Tausendsassa wie der Spitz, der nicht nur Ratten und Mäuse in den Ställen kurzhielt und sich sogar z. T. davon ernährte, sondern gleichzeitig noch die Kasse bewachte und einen charmanten Artisten abgab, war dort natürlich hochwillkommen!

Spitze im Zirkus!2

Hört den Tusch ihr der Kapelle
Sehet das Zelt, die Lichterhelle
Lauscht dem Trab der edlen Pferde
Auf dem Rücken die Hundeherde.

Über dem geharkten Sande
Jagd vielleicht Indianerbande
Cowboys reiten, Schüsse krachen
Fahrradkünste, Clowns – und Lachen.

Berberlöwen, weiße Spitze
Reitend auf dem Rücken sitzen –
In der Runde die Parade
Zeigen sie es uns gerade.

Wie das Publikum am Ende
Den Artisten Beifall spendet.
Sensationen, prickelnd schwere
Das ist Zirkus-Atmosphäre.

Johe

Und, wie schon seit alters her, haben Spitze auch bis in die 1970er Jahre noch die Seeleute auf den Schiffen begleitet – ihnen ist beim „Lesesofa“ – unter „Geschichten, die das Leben schrieb“, eine eigene Seite gewidmet: 1962 – Bord-Spitze bei der Marine.

Seit 1991 spaziert Wilhelm II wieder mit seinen Spitzen vor dem Palais durch den Park und seit 1994 hört am Pragsattel der Spitz dem Häberle und Pfleiderer“ andächtig beim „Schwätze“ zu…

Die Stuttgarter fühlten sie nach dem Einschmelzen ihres Urbandenkmals mitsamt des „Wengerterspitzes“ (= Weinberg- oder Rebspitz) – so ganz wohl scheinbar nicht mehr ohne den kleinen Kerl. Und so haben sie den Spitz später gleich in zwei neuen Denkmälern verewigt.

Den Westfalen ging es ähnlich. Auch ihnen hatte der große Spitz immer gute Dienste geleistet.

Nachdem auch die Westfalen mit dem Einschmelzen ihres Kuhhirten-Denkmals einen Kriegsverlust zu beklagen hatten, verewigten sie den Spitz 1962 in einer vom Bildhauer Walter Kruse nach der alten Gips-Vorlage angefertigten geringfügig kleineren Reproduktion. Diese befindet sich heute in unmittelbarer Nähe zum ursprünglichen Denkmal, das nur wenige Meter entfernt gestanden hat, in der Bongardstraße.

Ein weiteres Denkmal des Spitzes als Begleiter des berühmten Kiepenkerls (das waren wandernde Händler aus Westfalen, die mit schwer beladener Kiepe auf dem Rücken ihre Waren in halb Westeuopa verkauften) befindet sich in Breyall, einem Stadtteil von Nettetal im Kreis Viersen (an der niederländischen Grenze)

Ebenfalls in Westfalen – im Märkischen Kreis – steht seit 1981 der gemütliche Onkel Willi (ein Lüdenscheider Original!) mit Zigarre und seinem Spitz vor seiner früheren Stammkneipe auf dem Lüdenscheider Sternplatz.

Eine echte Katastrophe war es, als sein Spitz Felix angefahren wurde und das Bein gebrochen hatte…

Westfalenpost vom 16.11.2011: Onkel Willi steht ohne Felix da

Außerhalb des Vereins wurde bis etwa zum Ende der 1960er Jahre der große Spitz noch auf vielen Bauernhöfen und in ganz normalen Haushalten für den eigenen Bedarf gezüchtet und war dadurch insgesamt doch sehr stark verbreitet. Erst im Rahmen zunehmender Veränderungen in der Landwirtschaft (stärkerer Einsatz von Landmaschinen usw.) und Fokussierung auf Tierschutz beschlossen immer mehr Landwirte, auch einem Tierheim-Hund eine Chance zu geben und ersetzten den Spitz z. B. durch verschiedenste Mischlinge. Als aber die Landwirte dann feststellen mussten, dass ein Mischling nun eben nicht die gewünschten Qualitäten mitbrachte, die sie vom Spitz gewohnt waren, war diese ursprüngliche Landrasse zu ihrem Entsetzen schon fast verschwunden, weil sie sie eben selbst, bis auf wenige Ausnahmen, nicht weitergezüchtet hatten.

Im Rahmen meiner eigenen Suche nach einem Großspitz hatte ich praktisch in ganz Westfalen unzählige Bauernhöfe „abgeklappert“ und abtelefoniert und die dabei geführten Gespräche ergaben, dass viele Landwirte, die anfänglich durchaus im VfDSp gezüchtet hatten, aufgrund des (nicht nur ihnen nicht nachvollziehbaren) Zuchtreglements aus der Vereinszucht ausgestiegen waren. Ob dabei auch die fehlende Anerkennung des von ihnen so geliebten eigenen Landschlages, der auf der nebenstehenden Abbildung deutlich sichtbar ist, eine Rolle gespielt haben könnte, vermag ich nicht zu sagen, würde es aber nicht ausschließen.

Die Westfalen können ebenso eigensinnig und störrisch sein wie ihre Spitze!

😉

Für all die anderen Menschen veränderte sich die Welt mit dem Wiederaufbau. Die Straßenbeleuchtung funktionierte wieder und man konnte sich abends auch ohne Spitz wieder einigermaßen sicher fühlen. Der Einstieg ins neue „Wirtschaftwunder“ bescherte uns viele technische Errungenschaften, die das Leben einfacher machten und Spielräume eröffneten, mit dem Fernseher und/oder Auto auf Entdeckungsreise zu gehen und Neues und immer Exotischeres auszuprobieren. Das galt dann auch für neue interessante Hunderassen, die nicht der Nachbar um die Ecke auch schon hatte und die für Manchen vielleicht auch ein besseres Statusmodell abgaben als der „Alltagshund“ Spitz, der dadurch langsam und fast unmerklich aus der sich neu entwickelnden Wegwerf-Gesellschaft und unserem Leben verschwand.

5.3.2. Die Vereinszucht

Anmerkungen:

Ich habe hier die Geschichte der Spitze (nicht nur, aber auch) in der Vereinszucht sehr dezidiert ausgearbeitet und dargelegt. Aus der Sicht des Einen oder Anderen vielleicht etwas zu umfassend, weil er es zu langatmig finden mag und lieber etwas kurzes und Unterhaltsames hätte.

Eine solch unterhaltsame Kurzversion entspricht am ehesten den selbstdarstellerischen Erzählungen einer alternden Film-Diva, die schwärmerisch wieder und wieder den eigenen vergangenen Glamour aufkocht und ist sicherlich ganz amüsant zu lesen, wenn man gerade nix Besseres zu tun hat und sich langweilt. Das kann man bei Bedarf an vielen Stellen im Netz finden.

Mein Anliegen ist aber ein Anderes.

Zum Einen macht der Blick in die Historie einer Hunderasse die Entwicklung spezifischer Verhaltens- und Charaktermerkmale der Hunde selbst verstehbar, zum Anderen liefert sie durch umfassende Informationssammlung für die Zucht gleichsam das Substrat für einen konstruktiven Umgang mit der Historie, indem sie Entwicklungen und Fehlentwicklungen, aber auch Synergie-Effekte erkennbar und transparent macht und dadurch eine systematische Analyse von Kausalzusammenhängen und Hintergründen ermöglicht, deren Auswirkungen meist bis in die Gegenwart hineinreichen. Sie kann also sinnvolle und wichtige Hinweise zur Bewältigung aktueller Problematiken liefern indem sie deren Wurzeln aufzeigt.

Ohne ausreichende Kenntnis der Fakten und Ursachen eines Problems läuft man fast zwangsläufig Gefahr, falsche oder zumindest nicht angemessen durchdachte Entscheidungen zu treffen. Genau diese Lücke muss daher geschlossen und die Fakten zugänglich gemacht werden!

Bei der Analyse solcher geschichtlichen Sachverhalte kann und darf es auch nicht um Schuldzuweisungen gehen, denn Schuldzuweisungen ändern weder die Vergangenheit, noch den aktuellen Status quo. Allenfalls zerren sie an unseren Nerven und provozieren dadurch die Fortsetzung oder Wiederholung von Fehlern, bzw. bremsen kreative Ansätze aus und stabilisieren problematische Situationen, indem sie die allgemeine Verunsicherung befördern.

Das Credo kann also nur „Sachlichkeit“ lauten und sollte nach Analyse der Ausgangssituation eine auf reellen Fakten aufbauende durchdachte Zielstellung und eine differenzierte, auf wissenschaftlichen Erkenntnissen gründende und strukturierte Wegbeschreibung zu diesem definierten Ziel ermöglichen. (Aus genau diesem Grund habe ich begonnen, im „Spitz – Info-Zentrum“ eine entsprechende Bibliothek aufzubauen, an der sich jeder bedienen kann!)

  • Personalentscheidungen erscheinen zwar prinzipiell für Nicht-Mitglieder uninteressant – ich habe sie dennoch mit aufgeführt, weil sie Aufschluss darüber geben können, wie das „Klima“ unter den Züchtern zum jeweiligen Zeitpunkt ist, wer „das Sagen“ hat und für den Einen oder Anderen mag es interessant sein, zu einem vielgelesenen oder vielzitierten Buch-Autor/Zuchtwart mal das dazugehörige Gesicht zu haben.
  • Da der Verein für Deutsche Spitze die Vereinszeitung „Der Deutsche Spitz“ nicht für alle offen zugänglich macht (Ein Schelm, der Böses dabei denkt!), andererseits aber hier keine Behauptungen verbreitet werden sollen, die nicht belegbar sind und diese ausschließlich aus dieser Vereinszeitung (als zuchtrelevantes historisches Dokument) belegt werden können, sind die entsprechenden Abschnitte als Scan – im Sinne eines Groß-, bzw. Bildzitats – eingefügt und korrekt ausgewiesen. Nur so kann sichergestellt werden, dass Leser nicht meine Meinung übernehmen müssen, sondern sich nach Ansicht der Originale (bzw. deren Kopien) eine eigene bilden können.

Sollte ich – trotz meines eigenen Rufs nach Sachlichkeit – an der einen oder anderen Stelle doch einmal etwas zynisch werden, dann bitte ich um Nachsicht.

Mehr als 40 Jahre Engagement für den Deutschen Großspitz gehen wohl an niemandem spurlos vorüber!

(Auch ich habe mich stets bemüht!)

5.3.2.1. „Er hat sich stets bemüht, . . . “

25. Generalversammlung, 1947, 20. Sept., Köln

51 Mitglieder nehmen an der GV teil.
Dr. Manger und Dr. v. Uhden sind während des Krieges verstorben.

1. Vorsitzender Dr. Klein, Köln
Geschäftsführender Vorsitzender: Heinrich Sassenberg, Troisdorf

Die Verbandskasse enthält zwar einen ansehnlichen Nominalbetrag – wert ist er allerdings nix. Schlechte Voraussetzung für den Wiederaufbau eines Vereins.

Zucht- und ausstellungsrelevante Entscheidungen:

  • Die Bestimmungen des RDH bleiben vorerst gültig.
  • Hündinnen werden nicht vor der zweiten Läufigkeit zur Zucht zugelassen.
  • Sie dürfen nicht mehr als drei Hitzen hintereinander belegt werden. (Dies ist bedeutsam, da Spitzwelpen einen guten Tauschwert haben und dadurch bis zur Währungsreform und ihrer Umsetzung am 21.07.1948 zum regelrechten Handels-Objekt mutieren: Hundewelpen gegen Kartoffeln)
  • Das Mindestalter für Deckrüden wird bei Kleinspitzen auf 15 Mon., bei Groß- und Wolfsspitzen auf 18 Mon. festgelegt.
  • Alle Farben sind zulässig bis auf einfarbige Tiere mit weißen Pfoten, Brustflecken oder Blessen.
  • Das Register wird geschlossen.
  • Ab Juli 1948 müssen Spitze zur Zuchtzulassung auf Ausstellungen die Wertnote „gut” erhalten.
  • Die Auslesegruppe wird eingeführt.
  • Es gibt einen „Aron v. Dörfle-Preis“, der für den schärfsten Spitz vergeben wird.

Es sind 14 braune Großspitze bekannt, bei denen allerdings die Farbbezeichnungen nur teilweise korrekt sind.

Wurfzahlen: 1945: ca. 500 Tiere, 1946: 2.500 Welpen, und für 1947 erwartete man etwa 4.000 Eintragungen3

26. Generalversammlung (keine Unterlagen vorhanden)

Im März 1948 gründet sich eine Arbeitsgemeinschaft der Landesverbände für das Hundewesen (A.G.) unter Mitwirkung der inzwischen fast überall wieder neu entstandenen Rassezuchtvereine und beschließt im August, eine kynologische Zeitschrift herauszugeben mit dem Namen „Unser Rassehund“.

Die Hauptversammlung der A. G. beschließt im Juni d. J., sich in den Verband für das Deutsche Hundewesen (VDH) umzubilden.

27. Generalversammlung 1949, 19. Juni, Mannheim

Der Kassenbericht ergab einen Fehlbetrag.
Das 50jährige Jubiläum kann aus Kostengründen nicht gefeiert werden.
Der bisherige Vorstand wird wiedergewählt.

Es wird beantragt, eine Mindestgröße für Kleinspitze festzulegen, der aber abgelehnt wurde. Ebenso die beiden Anträge, Hündinnen mit weniger als 2,5 kg von der Vergabe von Ehren- und Siegerwertpreisen auszuschließen und Rüden ausschließlich mit dem Prädikat „vorzüglich“ zur Zucht zuzulassen.

Am 4. und 5. März 1950 findet in München die erste Mitgliederversammlung des VDH statt.

28.Generalversammlung, 1951, 8. April, Frankfurt/M.

Die Wahl des 1.Vorsitzenden ist nicht gültig, da von 3 Kandidaten keiner eine absolute Mehrheit hatte. Das erfordert eine weitere . . .

Außerordentliche Generalversammlung 1951, 14. Okt. Frankfurt/Main

1. Vors. Fritz Hess aus Mannheim
2. Vors. Heinrich Sassenberg, Troisdorf
Joseph Hennecke, Köln, wird Schriftleiter der Vereinszeitung und bleibt es bis 1967.

Das Vermögen des Vereins beläuft sich auf 1589 DM
Der Preis für eine Ahnentafel beträgt 1,50 DM.
Eine neue Satzung wird beschlossen.

29. Generalversammlung 1953, 9. Mai, Köln

Die Anschlussmitgliedschaft wird eingeführt.

Am 02.06.1954 erschien im „Spiegel“ ein kritischer Artikel zur Hundezucht (allgemein – nicht speziell zu Spitzen/Mistbellern, die aber auch erwähnt werden), den ich hier einmal einstellen möchte, weil er einen ganz guten Überblick über den damals herrschenden Zeitgeist gibt (5 Seiten!) Zum Lesen des Artikels . . .

alternativ: Artikel als pdf

30. Generalversammlung, 1955, 24. April, Wiesbaden

Der Antrag auf Tätowierung der Hunde wird zurückgestellt.
Ein erneuter Antrag auf Anerkennung der Mittelspitze wird abgelehnt.

11. bis 13 Mai 1956, Dortmund

Es findet ein Kynologischer Weltkongress mit anschließender Welt-Hundeausstellung in den Dortmunder Westfalenhallen statt.

31. Generalversammlung, 1957, 7. April, Köln

Fritz Hess wird als Vorsitzender wiedergewählt.

  • Der Wegfall der Farbbezeichnung „andersfarbig“ wird beschlossen – stattdessen existiert fortan nur noch „grau“ und „orange“.
  • Insgesamt zugelassen sind die Farben schwarz, weiß, braun, grau und orange.
  • Graue Hunde dürfen nicht mit Hunden anderer Farben verpaart werden
  • Orangefarbene Hunde müssen schwarze Nasen haben – Hunde mit braunen Nasen scheiden aus der Zucht aus, ebenso Tiere aus farblich gemischten Verpaarungen.

Die bekanntgegebenen Wurfzahlen betragen für den Zeitraum vom

25.04.1955 bis 07.04.1957:

365
30
1464
1859

Wolfsspitze
Großspitze
Kleinspitze
Welpen insgesamt (621 Würfe)

Auszug aus Zuchtbuch Bd. 38 (herausgegeben April 1958):

B-Wurf vom Dom gew. 16.02.1957
Vater: Max vom Vogtland 2309/Ost – braunbeige
Mutter: Nixe vom Dornröschengarten 47928 – graugewolkt
Baer 50242 Rüde orange
Ben 50243 Rüde orange

Neben den oben schon ersichtlichen Farben finden wir für die Großspitze auch z. B. den Rüden Stropp vom Lauerhaas, WT 14.08.1932, ZB-Nr. 12018 in bräunlichgrau oder die schwarz-weiß gescheckte Lona von der Alb, ZB-Nr. 5265.

Nachdem es auf einer Ausstellung in Utrecht zum Eklat gekommen war, weil ein Ausstellungsrichter den ausgestellten Hund des in Deutschland sehr renommierten Züchters Willy Wintzheimer nicht als Deutschen Spitz, sondern als Samojeden-Mischling einstufte, gab es breite Diskussionen im Verein zu den Bewertungskriterien auf Ausstellungen.

Naja – wer Augen im Kopf hat und weiß, wie ein Großspitz aussieht, kann sich anhand des Bildes wohl seine eigene Meinung bilden, mit welcher Art von Hunden der Herr Wintzheimer ,so unterwegs war . . .

32. Generalversammlung, 1959, 28. Febr., Mannheim

60jähriges Jubiläum, Jubiläums-Ausstellung mit 175 Spitzen
Beitragserhöhung von 10 auf 12 DM wird abgelehnt.
Vorstand wurde einstimmig wiedergewählt.

Vors. Fritz Hess stirbt im Alter von 57 Jahren am 5. Nov. 1959.
Adolf Reinemer aus Wiesbaden wird kommissarisch als 1.Präsident zugewählt.

Adolf Reinemer wird als 1. Präsident gewählt. Der Begriff „Schatzmeister“ wird statt Hauptkassierer eingeführt.
Der Antrag, Zuchthunde alle 2 Jahre neu auszustellen, wird abgelehnt.

33. Generalversammlung, 1961, 23. April, Troisdorf

10jähriges Jubiläum der Vereinsnachrichten

Im 1962 erschienenen Buch „Der Deutsche Spitz“9 schreibt Joseph Hennecke (Zitat):

Was seine Farben anbetrifft, so waren diese schon zu Anfang des 19. Jahrhunderts bestimmt abgegrenzt und konstant durchgezüchtet, besonders weiß, isabellfarbig (gelb), selten braun, schwarz und gefleckt.

Ein Blick in die mittlerweile relativ gut aufgeklärte Historie und zum großen Teil bekannte Zuchtbücher (siehe Datenbank Deutscher Spitz) – was er aber damals natürlich nicht ahnen konnte – wirft da allerdings Fragen zu Herrn Henneckes Aussagen auf… 😉

Die einzige einleuchtende Erklärung für eine solche Behauptung dürfte in der damaligen Vereinspolitik und Einführung der Farbreinzucht (1958) zu finden sein. Zwar gab es durchaus teilweise (!) Farbreinzucht, allerdings war diese dem Verwendungszweck der Hunde (weiß/isabell für Hunde, die zu Hütearbeiten/Viehtrieb eingesetzt wurden, schwarz/dunkel für Hunde, die nachts z.B. in Weinbergen arbeiteten) untergeordnet und durch diesen definiert. Da jedoch die Arbeitsverwendung der Hunde sehr breit gefächert war, gab es auch keine farbliche Durchzüchtung.

34. Generalversammlung, 1963, 28.April, Troisdorf

Adolf Reinemer wird als 1. Präsident wiedergewählt.
Ein Antrag auf Standardänderung zur Trennung von Klein- und Zwergspitzen wird abgelehnt.
Ein Antrag auf Tätowierung wird abgelehnt. (Ein solcher Antrag wurde bereits 1955 zurückgestellt.)

35. Generalversammlung, 1965, 16. Mai, Troisdorf
Adolf Reinemer wird als 1. Präsident wiedergewählt.
Werner Jäger wird Hauptzuchtwart.

Joseph Hennecke berichtet über sehr aufwändig und breit durchgeführte Werbeaktionen (Werbe-Broschüre, Tagespresse, Illustrierte und Bauernzeitungen) – nebenstehend ein kleiner Auszug.
Das Verbot von Anwendung kosmetischer Mittel zum Färben der Spitze wird an die Satzungskommission verwiesen.
Es wird eine Satzungskommission gewählt.
Die Trennung von Wolfs- und Großspitzzucht wird beschlossen.10

Die bekanntgegebenen Zuchtzahlen betragen für den Zeitraum vom

01.01.1963 bis 31.12.1964:

602
91
665
1358

Wolfsspitze
Großspitze
Kleinspitze
Welpen insgesamt (413 Würfe)

Freundlichst zur Verfügung gestellt aus der Sammlung von Britta Schweikl:

Der Beschluss, Groß- und Wolfsspitzzucht zu trennen, ist umso weniger nachvollziehbar, als dass er gefällt wurde trotz der praktisch seit Beginn der Vereinszucht kontinuierlich bestehenden Probleme der Großspitzzucht, die ich hier noch einmal kurz zusammenfasse:

1966 erscheint, um dem Ganzen noch mehr Nachdruck zu verleihen, in „Der Deutsche Spitz“ Nr. 44 nebenstehender Artikel des neuen Hauptzuchtwartes Werner Jäger!

Man beachte den Widerspruch zwischen der Aussage Dr. Mangers, die von Erhaltung des Großspitzes und Wiederbelebung ausgestorbener Farbschläge getragen ist, und der Aussage Werner Jägers, bei der alles Andere den Vorstellungen von Reinzucht untergeordnet wird und der dies auf rhetorischer Ebene unterstreicht, indem er solche Schreck-Gespenster heraufbeschwört, dass jeder, der sich daran nicht halte “nie eine reine Groß- oder Wolfsspitzzucht erreichen” werde, sowie am Ende noch einmal die “Erbreinheit” betont!

In Anbetracht des allgemeinpolitischen Kontextes würde man solches Gedankengut wohl eher umgekehrt vermuten – wie man sich doch irren kann.

Der zweifelhafte Erfolg dieses Unterfangens sollte nicht lange auf sich warten lassen!

36. Generalversammlung, 1967, 7. Mai, Frankfurt/M.

Herbert Bitter wird zum 1. Präsidenten gewählt.
Werner Jäger wird zum 2. (geschäftsführenden) Präsidenten gewählt.
Rudolf Schmidt wird zum Schatzmeister gewählt und bleibt es bis 1987.
Wegen sehr schlechter Kassenlage wird eine Beitragserhöhung von 10 auf 20 DM beschlossen.

1969 kommen erste Diskussionen zu der Frage auf, dass amerikanische Spitzzüchter für den Wolfsspitz als Ursprungsland „Holland“ angeben und das Exterieur amerikanischer Keeshonden und Deutscher Wolfsspitze auseinanderdriftet.

37. Generalversammlung, 1969, 22. Juni, Frankfurt/M.

Herbert Bitter, Köln, wird als 1. Präsident wiedergewählt.
Heinz Bialkowski wird zum 2. (geschäftsf.) Präsidenten gewählt.
Werner Jäger wird Hauptzuchtwart und Richterobmann.

Die Größenvarietät Mittelspitz wird als weiterer Größenschlag in den Standard eingefügt.

Im Gegensatz zu meinen früheren Informationen (Danke für die Nachhilfe! – Gut, dass es noch weitere „Detektive“ gibt, die an der oft sehr mühevollen Aufklärung solcher Sachverhalte mitwirken!) weiß ich inzwischen, dass das Problem der Anerkennung der Mittelspitze ein reines (hausgebackenes) Vereinsproblem war, das in der Bevölkerung weder existierte, noch wahrgenommen wurde, in der nach wie vor Spitze vorwiegend in der Größenordnung zwischen 35 und 40 cm verbreitet waren und als große Spitze betrachtet wurden.

In der Vereinszucht dagegen wurden sie absurderweise zuchtbuchmäßig bei den Kleinspitzen geführt, was also den realen praktischen Gegebenheiten in keiner Weise entsprach, während sie auf den Ausstellungen als eine Art „Missgeschick“ oder fehlerhafte Zuchtauswahl betrachtet und entweder als zu groß geratene Kleinspitze oder als zu klein geratene Großspitze behandelt und, wenn überhaupt, bewertet wurden!

Besonders unsinnig daran ist die Vorgabe (siehe nebenstehende Abbildung), dass die Mittelspitze den Kleinspitzen verwandt sein sollen, denn klassisch – von der Entwicklungsgeschichte – gehören sie nicht nur zu den großen arbeitenden Spitzen statt zu den kleinen Luxushunden, sondern sind sogar der Inbegriff des arbeitenden Spitzes! Dem wird auch zu Beginn der vereinsmäßigen Spitzzucht in Deutschland durchaus noch Rechnung getragen, wenn in der ersten zu den Rassekennzeichen veröffentlichten Broschüre die Normalgröße für große Spitze bei 40 cm angesetzt wird mit dem Hinweis, dass sie aber auch nur 30 cm betragen könne! (siehe 6. GV 1905!)

Gekrönt wird das Ganze noch durch die Vorschrift (Zitat) „Groß- und Wolfsspitze, die eine Rückenhöhe unter 40 bzw. 45 cm nachweisen, sind von dem Paarungsprozeß der Mittelspitze auszuschließen!“ (Zitatende)13

Auch, wenn eine derartige Vorgabe an sich nachvollziehbar erscheint unter dem Gesichtspunkt, einen neuen Größenschlag hinsichtlich der Größe fixieren zu wollen, hätte man sich dabei an Herkunft und Verwendungsweise der Hunde orientieren müssen anstatt solche Entscheidungen vom grünen Tisch aus zu treffen! Und da sind gerade die kleineren Groß- und Wolfsspitze weitaus näher an den Mittelspitzen zu verorten als jeder andere. (s.o.)

Dies ist sicherlich ein Aspekt, an dem die Abkopplung der Vereinszucht von der Gebrauchshundezucht nicht nur deutlich wird, sondern der gleichzeitig aufzeigt, in welchem Ausmaß die Entwicklung von Zuchtstandards sich vollkommen verselbständigt und sinnfrei an den Hunden (und Menschen!) vorbeientwickelt (hat).

(Die tragischen Folgen dieser fehlerhaften Zuordnung werden sich aber erst 50 Jahre später zeigen!)

Nach der Trennung von Wolfsspitz- und Großspitzzucht war die Einführung des weiteren Größenschlages der nächste Sargnagel. Und dummerweise nicht nur im Sarg der Großspitze, sondern gleichzeitig auch dem der Mittelspitze, die dadurch zwar etwas langsamer, aber ebenso nachhaltig genetisch verarmten wie die Großspitze! Diese Folge wurde m. E. auch von den Mittelspitzzüchtern selbst im Vorfeld falsch eingeschätzt.

Ich möchte hier auch nicht falsch verstanden werden:

Es geht in keiner Weise darum, den Mittelspitzen ihre vollkommen berechtigte Anerkennung zu verwehren oder zu verweigern, sondern es geht darum, dass man sie so, wie es seit Jahrhunderten und in der Bevölkerung nach wie vor der Fall war, als ebenbürtige (und nicht etwa zu mickerig geratene) große Spitze hätte anerkennen und behandeln müssen! Denn exakt das waren sie (und sind es in meinen Augen immer noch).

Was, außer vielleicht einem mit der Brechstange durchgesetzten Schubladendenken, hätte dagegen gesprochen, die seit urewigen Zeiten bestehenden fließenden Größenübergänge zum Wohle der Hunde in der Zucht beizubehalten und sinngemäß in das Ausstellungswesen zu integrieren?

Wohlgemerkt unter der Prämisse, sie nicht einfach abzuwerten, weil sie etwas kleiner sind! Wenn man von dem Postulat ausgeht, und das wurde damals doch sehr nachdrücklich ausposaunt, dass der Grund-Bauplan für Spitze aller Größen identisch ist, hatte das kein Problem darstellen dürfen! Ein wohlproportionierter und typvoller Spitz wird nicht besser oder schlechter, weil er 3 cm größer oder kleiner ist als ein anderer!

Dieses war der zweite Streich – und der dritte folgt sogleich!

Die Systematik der FCI-Rassen ab den 1950er Jahren orientierte sich im Wesentlichen an den Gebrauchseigenschaften der Hunde und umfasste zehn Rassegruppen, wobei die erste Gruppe aus Hütehunden mit und ohne Arbeitsprüfung bestand. Die zweite Gruppe war die der Wach- und Schutzhunde, ebenfalls mit und ohne Arbeitsprüfung, zu denen neben z. B. Molossern, Sennenhunden usw. auch die Deutschen Spitze gehörten. Die neunte Gruppe bestand aus sog. Gesellschafts- oder Begleithunden.

Nachdem der VDH seitens der FCI mit Rundschreiben Nr. 14/1969 vom 23.07.1969 aufgefordert wurde, für das Ausstellungs-Reglement eine Rassen- und Gruppeneinteilung einzureichen, fasste der Hauptvorstand des VfDSp in seiner Sitzung am 27.07.1969 über den Kopf der Mitglieder hinweg den Beschluss, alle bis dahin bestehenden Farb- und Größenschläge des Deutschen Spitzes unter

III. Begleit- / Schoßhunde
9. Gruppe: Deutsche Spitze…

einzuordnen und dies dem VDH so bekanntzugeben.

Da bis dahin nicht wenige große Spitze auch im Wach- und Schutzdienst arbeiteten (wie bereits im Gründungsaufruf von C. Kammerer erwähnt), führte das natürlich zu größtem Unmut und massivem Widerspruch seitens der Züchter. Und obwohl der Hauptvorstand unter dem Druck der Züchter in seiner Sitzung am 31.05.1970 die Klassifizierung wieder änderte14 in . . .

I. Schäfer-, Wach- und Schutzhunde
2. Gruppe: Wach- und Schutzhunde

b) ohne Arbeitsprüfung

. . . war natürlich das Kind schon in den Brunnen gefallen.

Da weder die Polizei, noch andere Wach- und Schutzdienste sich durch den Einsatz von Schoßhündchen zur Lachnummer machen wollten, fiel dadurch ein rel. großer Teil potenzieller Käufer für große Spitze weg. Ein weiterer Sargnagel für die großen Spitze!

Nachdem Herbert Bitter zum 31. Mai 1970 als 1. Präsident zurücktritt, wird Heinz Schwaderer, Stuttgart, als 1. Präsident zugewählt.

38. Generalversammlung,1971, 2. Mai, Frankfurt/M.

Joseph Hennecke, Köln wird Ehrenpräsident
Heinz Schwaderer, Stuttgart, wird als 1. Präsident gewählt
Josef Schneider, Rastatt, wird 2. (geschäftsf.) Präsident
Hansjörg Puschacher, Leonberg, wird Zuchtbuchführer und bleibt es bis 1993
Hermann Bovenschulte, Düsseldorf, wird Schriftleiter.

Die Wurfzahlen der Großspitze sind von 91 Welpen in den Jahren 1963/1964 auf 20 Welpen während der Jahre 1969/1970, also knapp 22% des vormaligen Wertes, zurückgegangen und es wurden in zwei Jahren nur 2 weiße Großspitze geboren.
Beachtenswert ist auch die peri- und postnatale Welpensterblichkeit von knapp 11,2% bei den Wolfsspitzen.

Ab den 1970er/1980er Jahren standen also die Großspitze – mal wieder – kurz vor dem Aussterben, sodass die letzten noch in der Zucht befindlichen Tiere praktisch nur noch inzüchtig verpaart werden konnten.17

Das konnte natürlich niemanden davon abhalten, die Hunde für gutes Geld ins Ausland zu exportieren – beispielsweise nach Japan. Also erinnert der geschäftsführende Präsident daran, dabei an den guten Ruf zu denken und wirklich nur die allerbesten Zuchttiere zu verkaufen (s. u.: Mitteilungen des geschäftsführenden Präsidenten).18 – Egal, was hier zur eigenen Zucht noch übrig bleibt!
Spitz-Schlussverkauf? Black Friday?

Und zur Unterstützung dieses florierenden Handels gibt’s noch ein paar Hinweise zum Versand nach Japan.19 Dazu ein schönes Foto „Der Deutsche Spitz – überall zu Hause“20.
(So kann man sich die Spitze wenigstens auf dem Bild angucken, wenn man selbst schon keine mehr hat.)

Wie war doch gleich die Geschichte von dem Mann, der Vater und Mutter erschlug und dann den Richter um Gnade bat, weil er ein armer Vollwaise sei?
Wie war doch gleich die Geschichte von dem Mann, der Vater und Mutter erschlug und dann den Richter um Gnade bat, weil er ein armer Vollwaise sei?

Da aber durch diesen Ausverkauf eben fast keine eigenen Zuchttiere mehr übrig geblieben waren, verlangten insbesondere Neu-Züchter z. B. von schwarzen Großspitzen daraufhin immer wieder vom Verein die Genehmigung, ihre Hündinnen mit Wolfsspitzen verpaaren zu dürfen, was aber strikt abgelehnt wurde. Verpaarungen der Hündinnen mit im Ausland zur Verfügung stehenden Rüden wurden ebenfalls vom Verein abgelehnt, da die ausländischen Vereine die vorher auch hier übliche Zuchtpraxis beibehalten hatten, zur Blutauffrischung im Abstand von mehreren Generationen Wolfsspitze einzukreuzen und diese Rüden deshalb in Deutschland aufgrund der hier inzwischen eingeführten Vorgaben zur Rein-Zucht nicht zugelassen wurden.

Die Situation der weißen Großspitze war also mehr als desolat. Zwar beklagten viele Züchter das Schwinden der Großspitze, aber einen Zusammenhang mit dem regelrechten Abverkauf der Spitze ins Ausland oder dem eigenen rigiden Zuchtreglement konnte oder wollte wohl niemand herstellen. Stattdessen wurde diese Entwicklung als „gottgegebener“ bedauernswerter Zustand dargestellt.

Schließlich ergriffen die niederländischen Züchter Matt und Betti Zuidema („oet et Laand van Aleer“), die übrigens ebenfalls regelmäßig zur Blutauffrischung einzelne Kees einkreuzten, die Initiative und importierten 1972 den Rüden Kavancha’s Now or Newer, einen weißen Rüden mit Wolfsspitz-Ahnen (u. A. einem aus amerikanischer Zucht stammenden Rüden mit internationaler Nachkommenschaft!) aus Südafrika.

Aus irgendeinem mir nicht bekannten Grund wurde seitens des VfDSp die Zusammenarbeit deutscher Großspitzzüchter mit diesem niederländischen Zwinger nicht ganz so konsequent unterbunden, sodass zumindest in geringem Umfang frisches Blut in die noch verbliebene winzige Rest-Population eingebracht werden konnte.

Warum der VfDSp die Zucht mit diesen Hunden bei den weißen Großspitzen immerhin teilweise zuließ, bei den schwarzen dagegen bis zur bitteren Neige reglementierte, ist mir bis heute ein Rätsel. Wahrscheinlich hatte man zu viel und zu wichtige andere Dinge zu tun.

Auch zu dieser Zeit existieren sehr wohl sog. „Dissidenz“-Zuchtvereine, deren Hunde möglicherweise in der kritischen Situation der Großspitze einen Rettungsanker/Notnagel liefern könnten.

Der hier angekündigte Antrag an die GV wurde zwar in dieser Form nicht gestellt, aber stattdessen wurde, wie wir sehen werden, zumindest ein Register eingerichtet und der VfDSp zeigte sich interessiert und verhandlungsbereit. Wie solche Verhandlungen dann in der Praxis ausgesehen haben und ob es dabei, wie in früheren Zeiten, ausschließlich um Okkupation solcher Vereine zu den Konditionen des VfDSp (bei der natürlich auch die Vorgaben des VDH eine Rolle gespielt haben dürften) gegangen sein mag, lässt sich aus heutiger Perspektive nicht mehr beurteilen.

Im Juli 1972 wird ein neues Tierschutzgesetz erlassen, was zu diversen Diskussionen (nicht nur) in Hunde-Züchterkreisen führt. Insbesondere die in der Hundezucht seit der Antike praktizierte und seitens der Zuchtverbände und des VDH vorgeschriebene Welpenmerz, also das Töten sog. „überzähliger“ Welpen (wenn bei einem Wurf mehr als sechs Welpen zur Welt kommen, darf die Hündin nur sechs aufziehen – die anderen werden getötet, also eingeschläfert oder gekeult; in sehr seltenen Ausnahmefällen ist Ammen-Aufzucht erlaubt) gerät zunehmend in den Fokus der Diskussionen, aber auch die Vorgehensweise (Töten der Welpen) bei sog. „Fehlbelegungen“ (wenn. z. B. die läufige Hündin ausgebüxt ist und sich von einem anderen Rüden hat decken lassen).

In manchen Kreisen galt dann auch die Hündin als für die Zucht – O-Ton – „versaut“. was im harmlosesten Fall dazu führte, dass sie verschenkt, ausgesetzt oder ins Tierheim abgeschoben wurde – im weniger harmlosen Fall wurde sie eingeschläfert, bekam einen „Gnadenschuss“ oder Schlag mit der Axt vor den Kopf. Gleichzeitig gab es aber auch Züchter, die sich solchen Vorschriften entzogen und beispielsweise überzählige Welpen heimlich aufgezogen haben – bei der Wurfkontrolle durch den Zuchtwart verschwanden sie mal kurz im Keller oder beim Nachbarn.

39. Generalversammlung 1973, 6. Mai, Dortmund

Heinz Schwaderer, Stuttgart, wird als 1. Präsident wiedergewählt.
Werner Jäger, Frankfurt wird zum 2. (geschäftsführenden) Präsidenten gewählt.
75jähriges Vereinsjubiläum am 27.04.1974 in Stuttgart
Gerhard Klaes, Essen, wird Schriftleiter DDS.

  • Der Hauptzuchtwart wird beauftragt, mit Zuchtvereinen, die spitz-verwandte Rassen züchten, über einen Anschluss an den Spitzverein zu verhandeln.
  • Der Verein für Deutsche Spitze führt ein eigenes Register ein.

Herzliche Glückwünsche zum Vereinsjubiläum!

Denn man Prost!!!

So ganz nebenher und im Alleingang erfolgt dann durch Vorstandsbeschluss am 04.02.1974 die

Einführung der Varietät Zwergspitz!

Nachdem man sich lange Zeit darauf verlegt hatte, die ausländische Pomeranian-Zucht schlicht zu ignorieren, zumal sie vordringlich im amerikanischen und britischen Bereich der Welt und unter nicht der FCI angehörigen Dachverbänden stattfand, drängten diese Züchter mit ihren Hunden zunehmend auf den hiesigen Markt und das führt nun dazu, dass der VDH als Dachverband den VfDSp unter Druck setzt, die Hunde entweder in den bestehenden Rassestandard zu integrieren oder der VDH selbst ordnet diese Zucht alternativ einem anderen Verein zu – die dazu erforderlichen Vorbereitungen seitens des VDH sind bereits erfolgt.

Da man aber natürlich auf gar keinen Fall die zu Beginn des Jahrhunderts erkämpfte Monopolstellung in Sachen Spitzzucht einbüßen will, wird es also im Hau-Ruck-Verfahren beschlossen. . .

Von den Züchtern selbst wird das jedoch keineswegs unkritisch gesehen. Ich möchte das an dieser Stelle zunächst nicht weiter kommentieren, sondern einfach den Vereinszüchtern selbst das Wort überlassen. Einen zweiten Artikel dazu, vier Jahre später und vom gleichen Autor, stelle ich daneben. Beide Artikel sind, der besseren Lesbarkeit wegen, zusammengeschnitten, vollständig und ansonsten unverändert.

Pomeranian und Deutscher Zwergspitz im Vergleich

Aber:
Selbst, wenn das gern so dargestellt wird – plüschige Pommis mit immer stumpferen Schnauzen und dicken Beinchen sind keine rein amerikanische oder englische Erfindung, wie wir nebenstehenden Abbildungen entnehmen können. Diese Hunde wurden in Deutschland gezogen! (Und sie sind auch keine Einzelstücke – ich hätte da noch eine ganze Truppe im Angebot!)
Auch, wenn sie noch einen Ringelsteert, erkennbare Beine und Ohren haben und insgesamt noch nicht ganz so extrem gezüchtet sind – der Trend existiert(e) hier ebenso!

Genau deshalb ist die Geschichte hier so sehr ausführlich:

Wer nur die halbe (!!!) Wahrheit kennt, neigt zu falschen Schlüssen!

Und da wird dann auch gern mal schnell zum Rundumschlag ausgeholt und der Eine oder Andere zum „Schuldigen“ deklariert, weil ’s halt praktischer (und vor allen Dingen effektheischender) ist, sich lauthals protestierend als Opfer der Anderen zu präsentieren, anstatt mal den eigenen Keller aufzuräumen.

Den tatsächlichen Hintergrund für solche züchterischen Entwicklungen, nicht nur beim Spitz, sondern auch vielen anderen Hunden und weiteren Heimtieren, offenbart nicht die Frage, in welchem Teil der Welt man wohnt oder unter wessen Dachorganisation gezüchtet wird, sondern ein Blick in die eigene Psychologie und Wirtschaft.

Das sehr archaische Prinzip des Kindchenschemas beschränkt sich keineswegs auf bestimmte Merkmale des Kopfes, sondern beinhaltet auch weitere körperliche, sowie verhaltensphysiologische Kennzeichen wie kurze, dicke Gliedmaßen (wie beim Pomeranian), spezifische Bewegungsmuster oder eine relative Asexualität, gekennzeichnet durch die zunehmende Bereitschaft zur De-, bzw. Entsexualisierung (= Kastration) des Tieres, was die Entwicklung erwachsenen Verhaltens unterbindet. Hundehalter sind nicht mehr „Besitzer“ des Hundes, sondern „Pawrents“ oder seine „Mutti“.

Es geht also nicht um die Frage, in welchem Verein oder unter welchem Dachverband ein Hund gezüchtet wird und/oder ob dieser Verein/Dachverband den eigenen Rassestandard respektiert/umsetzt, sondern um die Frage, welche Motivation der Anschaffung des Hundes zugrundeliegt und welche Rolle Hundehalter und – züchter dem Hund zuweisen, an deren Vorgaben und Merkmalen die Zucht sich orientiert. In diesem Zusammenhang spielen neben gesellschaftspolitischen Gesichtspunkten wie Kinderlosigkeit, Vereinsamung oder Kontakt- und Selbstwahrnehmungs-Defizite selbstverständlich (markt-) wirtschaftliche Überlegungen eine große Rolle, die aus Verkäuflichkeit von Welpen (Gezüchtet wird, was der Markt/Käufer verlangt) und Bedarfsartikeln für den Hund resultieren, denn gerade der Markt für Heimtier-Bedarf ist einer der Märkte mit höchsten Zuwachsraten – eine regelrechte Lizenz zum Gelddrucken. Siehe Zahlenvergleich aus der Heimtierstudie von 201426 mit aktuellen Ergebnissen des IVH (Industrieverband Heimtierverband e. V.) oder den Marktanalysen von Instituten wie Fortune Business insights.

Entsprechend sind Schuldzuweisungen und oberflächlich-marktschreierisches Gekrittele an einzelnen Vereinen, Züchtern oder Dachorganisationen nicht zielführend bei der Rückkehr zu gesunder und vernünftiger, dem Hund selbst nicht abträglicher, Zucht, sondern nur der analytische und kritische (!) Blick in die eigene Motivation zur Zucht und Haltung und über den Tellerrand. Das erfordert eine gut durchdachte und kompetente Abwägung der dabei zu berücksichtigenden gesellschaftlichen Bedürfnisse und Entwicklung vereins-/verbandsübergreifender Übereinkünfte zur Förderung der Beratung und Compliance von Käufern!

Damit man bei den ganzen Änderungen nicht den Überblick über das Gesamtgeschehen verliert, wird in der im Frühjahr 1974 erscheinenden Jubiläumsausgabe (zum 75. Vereinsjubiläum) der Vereinszeitschrift der gesamte derzeit gültige Rassestandard27 veröffentlicht.

40. Generalversammlung, 1975, 27. April, Oberursel/T.

Heinz Schwaderer und Werner Jäger werden wiedergewählt
Wolfram Schirmer wird Schriftleiter für „Der Deutsche Spitz“ ab Ausgabe 74 (Dez. 1976).

Die „gute“ Nachricht:

Über Welpenmerz brauchen sich Großspitzüchter den Kopf nicht mehr zerbrechen.
Am wenigsten die Züchter der weißen . . .

Da die Wurfstatistiken ab hier nicht mehr Bestandteil der Protokolle der Generalversammlungen sind, stelle ich sie davon unabhängig – aus den Zuchtbüchern – als Kopie hier ein. Die angegebene Jahreszahl bezeichnet das jeweilige Eintragungsjahr.


Kleiner Einschub, der die heile Vereinswelt jäh aus ihrem Dornröschenschlaf riss:

20. Februar 1978

Das Bundeskartellamt verfügt, dass der VDH den Zweitverein einer Rasse aufnehmen muss und begründet dies damit, dass Rassehundezuchtvereine Unternehmen sind und der VDH als Dachverband eine Wirtschaftsvereinigung – der VDH ruft dagegen das Kammergericht in Berlin und den Bundesgerichtshof in Karlsruhe an.


41. Generalversammlung, 1978, 16. April, Oberursel/T.

Heinz Schwaderer und Werner Jäger werden einstimmig wiedergewählt.
Eyke Schmidt-Rohde wird Beauftragte für die Öffentlichkeitsarbeit
Bernhard Unruh wird nach dem Rücktritt von Heinz Schwaderer im Sommer 1979 zum 1. Präsidenten zugewählt.

16. April 1980

Der Beschluss des Bundeskartellamtes wird durch das Kammergericht Berlin bestätigt und der VDH muss in Zukunft Zweitvereine für Rassehunde aufnehmen.

Wurfstatistik 1978 bis 1980:

1980/81

. . . war für viele Hundebesitzer kein gutes Jahr.

Praktisch aus heiterem Himmel trafen uns Meldungen von der sogenannten „Hundeseuche“ und hatte man gestern erst davon gelesen, starben bereits heute die ersten Hunde um einen herum. Niemand wusste wirklich, woher sie kam – niemand kannte zunächst den Erreger. Das Einzige, was sehr schnell klar wurde, war, dass diese Seuche hochgradig ansteckend war, sich mit rasender Geschwindigkeit ausbreitete, meist binnen weniger Stunden mit wässrigem bis wässrig-blutigem Durchfall begann und innerhalb kürzester Zeit in fast allen Fällen tödlich endete. Oder der Hund wurde plötzlich lethargisch und verstarb innerhalb von zwei oder drei Tagen.

Vielleicht vergleichbar mit der Corona-Pandemie, die uns Menschen vor einigen Jahren erreichte – es war, als hätten sich sämtliche Pforten der Hölle gleichzeitig geöffnet!

Wo vor einigen Tagen bei den Züchtern noch Hundemütter mit ihren vergnügten Welpen spielten, war plötzlich nur noch gähnende Leere, der Geruch von Tod und Desinfektionsmittel und tränenverquollene Menschengesichter. Kein Mensch traute sich, mit seinem Hund längere Spaziergänge zu machen und jeder Hundebesitzer geriet fast in Panik, wenn sein Hund an wässrigen Hinterlassenschaften anderer Hunde schnupperte oder in deren Nähe kam. Man versuchte, die Aufenthalte im Freien auf das absolute Minimum zu beschränken – tausende von Hunden sind innerhalb kürzester Zeit daran gestorben oder mussten eingeschläfert werden.

Nach einiger Zeit kam heraus, dass es sich um ein Virus handelte, das mit dem der Katzenseuche verwandt sei und viele Hundehalter und Tierärzte versuchten ihr Heil mit einer Impfung gegen Katzenseuche, auch wenn dieser Impfstoff für Hunde nicht zugelassen war.

Was hatte man zu verlieren?

Hundevereine mahnten zwar zur Vorsicht, versuchten aber gleichzeitig, die Menschen zu beruhigen – Panik ist kein guter Ratgeber in solch einer Situation!

Wovon ich rede, ist Parvovirose.

Eine Erkrankung, gegen die wir heute gut impfen können (und sollten!!!).

Ich habe fast ein dreiviertel Jahr um das Leben meines Hundes gekämpft und ihn tatsächlich mit Hilfe unseres wirklich sehr engagierten Tierarztes und Unterstützung der gesamten Familie (er benötigte lange Zeit 24 Stunden rund um die Uhr Pflege und ich habe fast ausschließlich auf dem Hundebett geschlafen) retten können. Von der Herzbeutelentzündung hatte er einen Herzfehler zurückbehalten – aber er lebte!

Vielleicht muss man solche entsetzlichen Katastrophen selbst erleben, um – nicht nur mit dem Kopf, sondern auch dem Gefühl – zu verstehen, wie wichtig es ist, in der Zucht auf ein möglichst gutes Immunsystem der Hunde zu achten und es nicht durch zu enge oder gar Inzucht gedankenlos zu ruinieren.

Wie leicht kann durch solch eine unerwartete Krankheit eine ganze, sehr kleine Hundepopulation vollständig ausgelöscht werden!!!

18. bis 24. Mai 1981

Der VDH richtet in Dortmund eine kynologische Woche aus mit FCI-Generalversammlung, Kynologischem Welt-Kongress und Welthundeausstellung.

42. Generalversammlung 1981, 20. Sept., Oberursel/T.

Bernhard Unruh, Wiesbaden, wird als 1. Präsident gewählt.
Werner Jäger, Frankfurt wird als 2. (geschäftsf.) Präsident wieder gewählt.
Peter Machetanz, Augsburg, wird zum Schriftführer gewählt. Die Spitz-Infobroschüre wird auf Initiative von Peter Machetanz im Frühjahr 1983 herausgegeben.


Erweiterte Hauptvorstandssitzung 1983, 25. April.


Die Generalversammlung beschließt eine Kommission zur HD-Auswertung. Beschluss ab 1. Januar 1983 müssen alle zur Zucht verwendeten Wolfs- und Großspitze HD-geröntgt sein.

Im Jahr 1983 und bis März 1984 wurden 180 HD-Aufnahmen ausgewertet. 126 (= 67%) wurden als gesund eingestuft, 61 Spitze (= 33%) hatten leichte bis schwere HD. (Zahlen vom VfDSp – Anmerkung: 126 + 61 = 187!!!)


Gerichtsverfahren wegen Einführung des HD-Röntgens.
Gerichtsverfahren wegen Vergabe Wolfsspitz-Weltsiegertitel 1981 in Dortmund.

Wurfstatistik 1981 bis1983:

43. Generalversammlung, 1984, 1. April, Oberursel/T.

Werner Jäger wird zum Ehrenpräsidenten gewählt.
Peter Günther wird zum 1. Präsidenten gewählt.
Peter Machetanz wird erstmals zum (geschäftsf.) Präsidenten gewählt und bleibt es bis 2004.

Die Betreuung von ausländischen Varietäten des Spitzes wird in die Satzung aufgenommen
Eine Satzungskommission wird ins Leben gerufen unter Leitung von Bernhard Unruh. Ein Richterberichtformular auf den Zuchtschauen wird auf freiwilliger Basis eingeführt.

  • Die 2. Ausgabe der Spitz-Infobroschüre wird im Herbst 1985 herausgegeben.
  • Wolfram Schirmer beendet mit DDS 110, Dez. 1985 seine Tätigkeit als Schriftleiter für „Der Deutsche Spitz“.
  • Peter Machetanz wird mit DDS 111, März 1986 Schriftleiter von „Der Deutsche Spitz“.
  • Der Verein unterteilt sich in 17 Untergruppen, davon 10 Landesgruppen und 7 Ortsgruppen.
  • Abdruck der kompletten Richterberichte in der Vereinszeitung wird einstimmig angenommen.
  • Es soll ein Antrag an die FCI gestellt werden, dass orangefarbene Zwergspitze ein separates CACIB bekommen sollen.
  • Die Umstufung von zu großen Zwergspitzen in die Varietät Kleinspitze wird an die Zuchtkommission verwiesen.
  • Die Röntgenpflicht für Wolfs- und Großspitze wird mit 101 Ja- und 6 Nein-Stimmen bestätigt.
  • Zahnstempel für Klein- und Zwergspitze wird mit 94 Nein-Stimmen abgelehnt.

Anmerkung zu nebenstehendem Foto:

Axel war ein Enkel des aus Südafrika in die Niederlande importierten Rüden Kavancha’s NOW OR NEWER. Er war ein zwar nicht sehr großer und sehr zartgliedriger, aber trotzdem unglaublich schöner Rüde mit herrlich ausgeprägtem Fuchskopf und eleganter, fast elfenhafter Ausstrahlung! (Solche Dinge können Fotos natürlich nicht transportieren!)
Seine Schwester Anuschka war die Mutter von Orpheus v. Seerosenweher.

13. März 1986

Der Bundesgerichtshof hat entschieden, dass für den VDH ein Aufnahmezwang für jeden Rassezuchtverein besteht, der nachweisen kann, dass er nach den anerkannten Regeln und schriftlich festgelegten Bestimmungen züchtet und ein Zuchtbuch ordnungsgemäß führt.

Das bislang vom VDH praktizierte „Ein-Platz-Prinzip“ ist unzulässig!

Wurfstatistik 1984 bis 1986:

Okay – gehen wir doch mal eben die Stufen dieses Elfenbeinturmes hinunter zur Basis . . .

Anekdotisch will ich hier mal einen Disput zwischen mir und dem früheren Zuchtwart Erwin Rönnpagel (Wolfsspitzzwinger „vom Kamener Kreuz“, Ortsgruppe Essen) sinngemäß wiedergeben, als ich ihm vorschlug, meine damalige Spitzin Susanne als Registerhündin aufzunehmen, da ja fast keine schwarzen (und auch weißen) Großspitze mehr existierten:

Großspitze sollten zu der Zeit (1987) mind. 42 cm groß sein und das war Susanne. Nun hatte sie am Kinn und an den vorderen Zehenspitzen je eine winzige weiße Stippe und dazu einen haarfeinen weißen Streifen auf der Brust. (Sie sah so aus, als hätte sie mit den Pfotenspitzen in einer Milchschüssel gestanden und sich beim Schlabbern der Milch etwas bekleckert – also weit weniger als auf dem nebenstehenden Bild) Das wertete der Zuchtwart Rönnpagel dann dahingehend aus, dass man eine solche Farbgebung bei Mittelspitzen zwar tolerieren könne, aber für einen Mittelspitz sei Susanne ja zu groß (die durften max. 38cm groß sein). Von der Größe her könne das zwar mit einem Großspitz verglichen werden, aber schwarze Großspitze mit weißen Abzeichen gäbe es ja nicht. Und daraus schloss er dann messerscharf, dass Susanne überhaupt kein Spitz sei… (Weil nicht sein kann, was nicht sein darf)

Hierzu muss man ergänzend anmerken, dass die Idealgröße für große Spitze bereits auf der 8. Generalversammlung 1907 auf 40 cm festgelegt und sehr lange unverändert beibehalten worden war. Man hatte explizit „auf Größe“ gezüchtet, also versucht, dies als Standardmaß innerhalb der Zuchtpopulation zu verankern. Bei späteren Änderungen des Standards, insbesondere auch im Rahmen der Einführung der Varietät „Mittelspitz“, hatte man die Obergrenze für Mittelspitze auf 38 cm festgelegt und die Untergrenze für Großspitze auf 42 cm. Daraus ergab sich ein „Vakuum“ von 4 Zentimetern, in das aber dummerweise all die Spitze fielen, die dem vorherigen Idealmaß entsprachen. Das waren nicht gerade wenige, weil natürlich fast alle Züchter versucht hatten, Hunde entsprechend dieser Zielvorgabe zu züchten. Und Scheckungsgene, die seit tausenden von Jahren im Erbgut verankert sind, verschwinden auch nicht „mal eben“. All diese Hunde – Susanne war ja kein Einzelfall – wurden auf die oben von mir beschriebene Weise und mit absoluter Konsequenz aussortiert, weil sie plötzlich „keine Spitze“ mehr waren. Über Nacht.

44. Generalversammlung, 1987, 6./7.Juni, Kelsterbach/Main
Rudolf Schmidt (Schatzmeister von 1967 bis 1987) wird zum Ehrenpräsidenten gewählt.
Peter Günther wird als 1. Präsident wiedergewählt.
Peter Machetanz wird als 2. (geschäftsführender) Präsident wiedergewählt.
Margret Brudy wird erstmals zum Schatzmeister gewählt.

  • Die Neufassung der Satzung wird mit 114 Ja-Stimmen verabschiedet.
  • Das Richterkollegium besteht 1987 aus 14 Spezialrichtern.
  • Es wird eine Standard-Kommission zur Neuregelung der Größen bei Zwerg- und Kleinspitzen gegründet.
  • Die überarbeitete Zuchtordnung wird verabschiedet und tritt zum 01.01.1988 in Kraft.
  • 1987 werden 501 Spitze ins Zuchtbuch eingetragen und 614 Spitze auf 14 Zuchtschauen bewertet.
  • Ab 1988 wird die Betreuung der Rasse Japan-Spitz übernommen.

Wurfstatistik 1987 bis 1990:

5.3.2.2. Vom Regen in die Traufe

Im Bereich der DDR fanden nach dem Kriegsende zunächst 1948 in Erfurt einzelne Spitzzüchter zusammen.

Nach dem Ende des Krieges war anfänglich völlig unklar, dass aus „Trizonesien“ ein dauerhaft geteiltes Deutschland werden würde und so war es für ostdeutsche Züchter anfangs selbstverständlich, dass sie sich als Mitglieder des im Westen neu gegründeten Vereins für Deutsche Spitze mit Sitz in Köln sahen, wie aus der Notiz auf dem Umschlag der Satzung46, sowie auch der ersten Seite hervorgeht-

Anfang 1950 erfolgte die Gründung der Zuchtgemeinschaft für Deutsche Spitze in der DDR und in der am 20. Mai 1951 in Leipzig stattgefundenen Hauptversammlung der Spezialzuchtgemeinschaft Deutsche Spitze der Vereinigung der gegenseitigen Bauernhilfe / Bäuerliche Handelsgenossenschaften (VdgB/BHG)-Zentralverband wurden eine Satzung, Zuchtbuchordnung, sowie eine Zucht- und Körordnung der Spezialzuchtgemeinschaft für Deutsche Spitze (VdgB)47 beschlossen. (Liegen hier aber leider nur partiell vor!) Darin heißt es auf Seite 7 unter Punkt 6, Abs. 5 und 6 (Zitat):

Groß- und Wolfsspitze sind unbedingt mit auf Schärfe und Leistung zu prüfen. Wesensschwache Tiere dürfen nicht angekört werden.

Bis zur Anerkennung der großen Spitze als Schutzhunde müssen unbedingt Schärfe- und Wesensprüfungen bei Groß- und Wolfsspitzen durchgeführt und nachgewiesen werden, deren Richtlinien als Durchführungsbestimmungen erscheinen. (Zitatende)

Ebenso, wie zu diesem Zeitpunkt in Westdeutschland, legte man also größten Wert darauf, dass der große Spitz kein Schoßhündchen ist, sondern ein Arbeitshund. Allerdings mit dem Unterschied, dass diese Eigenschaften explizit geprüft und zur Voraussetzung für eine Ankörung gemacht wurden.

Dafür wurden die Hunde im Rahmen einer Zuchttauglichkeitsprüfung grundsätzlich anhand einer Wertmesszifferntabelle48 beurteilt und die ermittelten Werte entsprechend eingetragen – gut zu sehen in der Zuchttauglichkeitsprüfung des Kleinspitzrüden Otti v. d. guten Hoffnung von 1987 (Zwinger Mittelspitze vom Bollmannsbrunnen). Auch, wenn sich die Sichtweise auf Hundehaltung bis zu diesem Zeitpunkt entscheidend gewandelt hatte, wurden die Maßstäbe und Kriterien bei der Durchführung von Zuchttauglichkeitsprüfungen beibehalten. Das muss nicht zwangsläufig als Fehler betrachtet werden, sondern ist in Relation zum jeweiligen Kontext zu sehen. Die Ergebnisse wurden dann in Körberichten veröffentlicht.

Ein Aspekt, der in diesem Zusammenhang meist unerwähnt bleibt, ist die Tatsache, dass gerade die Frage, ob der Hund ein Arbeitshund ist oder nicht, besonders in den ersten Jahren der DDR auch einen hohen politischen Stellenwert hatte.

Das erklärte Ziel war, ein sozialistisches Menschen- und Gesellschaftsbild zu entwickeln. Im Umfeld allgemeiner, kriegsbedingter Mangelzustände, insbesondere auch der Ernährung der Bevölkerung hatte die Nützlichkeit des Einzelnen für die Solidargemeinschaft oberste Priorität. Für individuelle Luxusallüren, aus denen sich kein Nutzen für die Solidargemeinschaft oder Fortschritt beim Aufbau des realen Sozialismus generieren ließ, war schlicht und ergreifend kein Platz.

Um es auf den Punkt zu bringen: Es gab nicht wenige Menschen, die es als Zumutung und Belastung empfanden, selbst für ihr Kotelett in der Schlange stehen zu müssen und dabei auch teilweise leer auszugehen, während gleichzeitig das Fleisch für Hunde oder Katzen immer verfügbar sein sollte (was ohnehin ein Problem darstellte – Hundefutter, wie es in Westdeutschland zunehmend üblich wurde, gab es in der DDR praktisch nicht). Es stellte sich also die Frage nach dem Nutzen, den das jeweilige Tier für die Gemeinschaft, bzw. den Staat hat. Und der war für einen Hund, der beispielsweise als Jagd- oder Hütehund, bzw. im Schutz- oder Wachdienst einsetzbar war, einleuchtender als für ein Schoßhündchen, das als nutzloser Fresser betrachtet wurde.

Wenn also Schärfe, Leistungsbereitschaft und Wesensstärke als Voraussetzung zur Anerkennung der großen Spitze als Schutzhunde im Rahmen der Körung abgeprüft werden, hat dies eine andere Qualität als etwa das Erringen eines ausgelobten Aron-von-Dörfle-Preises in Westdeutschland, sondern dient der Bestätigung der Systemrelevanz und Legitimation der eigenen Existenz. Es dient dem Nachweis, kein unnützer und überflüssiger Fresser, sondern ein „sozialistisches Tier“ zu sein. Dieser Status war bis zur Überwindung der allergrößten Lebensmittel-Beschaffungsprobleme etwa Anfang bis Mitte der 1960er Jahre entscheidend für die Frage, ob die Haltung des Hundes überhaupt toleriert wurde. Und es erklärt, dass und warum ostdeutsche Züchter großer Spitze eine andere und höhere Motivation hatten möglichst scharfe Hunde zu züchten. (Ich will auch nicht das völlige Gegenteil postulieren – aber ein gut gezüchteter Spitz hat von sich aus eine vernünftige mittlere Grundschärfe, die man ihm weder weg-, noch hochzüchten sollte/müsste!)

Ab 1951 wurde das erste Zuchtbuch herausgegeben

Bei den Wolfsspitzen konnten bereits in das erste Zuchtbuch (hier eingestellt ab 1957) 48 Würfe mit insgesamt 229 Welpen eingetragen werden, also einer durchschnittlichen Wurfstärke von etwa 4,8 Welpen/Wurf. Den deutlich größten Anteil der Spitze bildeten allerdings Kleinspitze, vorzugsweise der Farbe schwarz.

aus dem Zuchtbuch von 1951

Obwohl unter Punkt 6, Satz 3 der Körordung (s. o.) vorgeschieben ist (Zitat).

„Die Vorfahren der anzukörenden Tiere sind zu berücksichtigen. Z. B. dürfen Tiere, bei denen zu sehr mit den einzelnen Farbenvariationen überkreuzt wurde, ohne dabei Rücksicht auf eine besondere Zuchtlinie zu nehmen, nicht angekört werden.“ (Zitatende)

gibt es keine explizite Farbreinzucht oder Zuchtausschluss für Großspitze mit grauen Läufen etc.. Auf die besondere Wichtigkeit für die Erhaltung der Großspitze, auch diese Hunde in die Zucht einzubeziehen, hatte ja in den letzten Kriegsjahren Dr. Manger ausdrücklich hingewiesen. Entsprechend finden wir nicht nur Hunde wie den schwarzen Großspitzrüden Armin v. Juchenhof, die selbst aus gemischten Verpaarungen stammen, sondern auch eine Deckbescheinigung Armin v. Juchenhofs für die Großspitzhündin Anka v. Scherperstein, schwarz mit grauen Abzeichen aus der Verpaarung einer Wolfsspitz-Hündin mit einem graugewolkten Registerrüden, für die und deren graugewolkten Wurfbruder Axel der Körbericht bereits oben eingestellt ist.

Am 25. März 1951 (zu Ostern) fand in Eisenach die erste ostdeutsche Spezialschau für Deutsche Spitze statt.49 Gemeldet waren 1 schwarzer und 2 weiße Großspitze, 41 Wolfsspitze und 49 Kleinspitze, davon 28 schwarz, 5 weiß, 4 braun, 11 andersfarbig und 1 gescheckter Kleinspitz.

Aus dem Geleitwort zur Ausstellung:

Menschen werden Dich verlassen.
Falsche Freunde Dich einst hassen.
Dein Spitz Dir Treue hält,
er ist der beste auf der Welt!

[A. Creuzberg, Schmerbach]

Erste Spezialschau für Deutsche Spitze am 25.03.1951, Eisenach
Ausstellungskatalog
Erste Spezialschau für Deutsche Spitze am 25.03.1951, Eisenach
Ausstellungskatalog

Viele Spezialzuchtgemeinschaften veröffentlichten inzwischen eigene Mitteilungsblätter zu ihrer jeweiligen Hunderasse.

Da zu viel Eigenmächtigkeit der Spezialzuchtgemeinschaften von den Führungskräften des VdgB allerdings auch nicht gern gesehen wurde, reduzierte man kurzerhand das zugeteilte Papierkontingent, sodass Vieles einfach nicht mehr gedruckt werden konnte. Ab 1952 entschloss man sich seitens der Dachorganisation VdgB zur Herausgabe der eigenen und für alle Rassehunde zuständigen Zeitschrift „Der Hund“, um weitere eigenmächtige Publikationen nachhaltig zu unterbinden.

Ab Mai 1952 wurden dann die innerdeutschen Grenzen zur Bundesrepublik gesperrt und noch im gleichen Jahr wurden die SZG dem zum Jahresende neu gegründeten Verband der Kleingärtner, Siedler und Kleintierzüchter (VKSK) unterstellt. Die bis dahin bestehenden Organisationen, wie z. B. die „Kleingartenhilfe des FDGB“ oder der „Sektor Kleintierzucht in dem VdgB (BHG)“ wurden unter dem Dach des VKSK subsummiert. Infolge diverser Diskrepanzen mit der SED wurde der VKSK als zentrale Organisation allerdings 1953 schon wieder „eingestampft“ und entwickelte sich stattdessen nun auf Kreis- und Ortsebene weiter bis er sich 1959 als Zentralorganisation wieder neu gründete. In der Zwischenzeit – etwa ab Mitte der 1950er Jahre – waren die Zuchtgemeinschaften unterschiedlichen Dachverbänden zugeordnet worden. Die Spitzzüchter, die ihre Rasse nicht als Gebrauchshunderasse hatten etablieren können, züchteten im VKSK, der ausschließlich für Gesellschaftshunde zuständig war – Dienst-, Gebrauchs- und Jagdhunde dagegen wurden ab den 1960er Jahren von der Sektion Dienst- und Gebrauchshundewesen (SDG) betreut.

Die fehlende Anerkennung der Spitze als Gebrauchshund spielte im weiteren Verlauf dann glücklicherweise keine so ausschlaggebende Rolle mehr, denn ab den 1970er Jahren wuchs innerhalb der Bevölkerung der Wunsch nach Heimtieren und die vorher ausschließlich am unmittelbaren Nutzen orientierte Bewertung von Tieren trat in den Hintergrund, bzw. wurde um einen mittelbaren Nutzen ergänzt, der darin bestand, dass Heimtiere zur Entwicklung einer sozialistischen Persönlichkeit beitragen, indem sie die Disziplin, Einhaltung von Pflichten und die allgemeine Verantwortungsbereitschaft fördern und trainieren.

Bereits Mitte der 1960er Jahre wurde für Groß- und Wolfsspitze, phasenweise auch für Kleinspitze, das HD-Röntgen verpflichtend eingeführt.

Die den Spezialzuchtgemeinschaften zunächst noch zugesicherte Eigenständigkeit wurde in der Praxis zunehmend durch zentralistische Organisation ersetzt, die den Zuchtgemeinschaften lediglich noch die Durchführungsverantwortung überließ. Die im Westen etablierte Form des Vereinswesens wurde als Widerspruch zum sozialistischen Einheitsgedanken betrachtet und abgelehnt und so waren die Rassehundezüchter im Prinzip vom Regen in die Traufe geraten und von der staatlich verordneten Einheits-Organisation der Nazis in die sozialistische Einheitsorganisation geschlittert, die die züchterische Berücksichtigung verschiedenster rassespezifischer Belange nur mit Einschränkungen oder auch überhaupt nicht zuließ. Der in den ersten Nachkriegsjahren noch relativ enge und rege Austausch zwischen ostdeutschen Spitzzüchtern und den Züchterkollegen des westlichen Auslands reduzierte sich zusehends, riss aber nie vollständig ab.

Nachdem anfangs eine strenge Selektion darauf stattfand, trat später nur noch sehr vereinzelt und allenfalls mittelgradige HD auf, so dass man zwar das Screeningverfahren lockerte, aber weiterhin Tiere mit mittlerer oder gar schwerer HD nicht zur Zucht zugelassen wurden.

Um die Zuchtauswahl und -lenkung zu zentralisieren und zu vereinheitlichen erließ der VKSK 1973 eine neue Rahmenzuchtordnung (RZO), bei der beispielsweise durch Vorführung möglichst vieler Jungtiere (7 bis 9 Mon.) eine Nachzuchtbeurteilung (NZB) durch den zuständigen Zuchtwart verpflichtend vorgeschrieben wurde. (Allerdings ist dieses Procedere der Zuchtwertermittlung nicht identisch mit den heute als Zuchtwertschätzung vordefinierten Verfahren!)

Die Crux der Rassehundezucht – nicht nur der Spitze, sondern allgemein – bestand aber im einerseits zwar hochgehaltenen Qualitätsanspruch der Hundezucht, dem andererseits gleichzeitig lang anhaltenden fast unmöglichen Austausch von Hunden mit dem Ausland. Bedingt durch diese Isolation wurden die Hunde immer inzüchtiger – insbesondere die Großspitz-Zucht war, abgesehen vom Einsatz einzelner osteuropäischer Deckrüden, hochgradig inzüchtig und inzestzüchtig. Dies führte dazu, dass anfänglich zwar noch einzelne schwarze und weiße, extrem selten auch braune, Großspitze in der DDR existierten, die dann aber in den 1970er Jahren bereits vollständig aus der Zucht verschwunden waren.

Wie aus den noch erhaltenen Teilen des Ausstellungskataloges aus Leipzig zum 20, Jubiläum von 1970 ersichtlich ist, sind dort ausschließlich Wolfs- und Kleinspitze gemeldet.

1970 Jubiläums-Ausstellung zum 20. Jubiläum in Leipzig
1970 Jubiläums-Ausstellung zum 20. Jubiläum in Leipzig

Erst ab Beginn der 1980er Jahre wurde – allerdings nur mit Sondergenehmigung – zumindest ein Austausch mit Züchtern aus dem osteuropäischen Ausland, wie beispielsweise Polen, Tschechien und Ungarn wieder möglich und so konnten einzelne Großspitze von dort importiert werden..

Mittelspitze waren in der DDR überhaupt nicht vertreten – stattdessen fanden sich eine Reihe übergroßer Kleinspitze. Der 1980 beim VKSK gestellte Antrag auf Zulassung des Mittelspitzes wurde allerdings abgewiesen. Eine typische Auswirkung zentralistischer Strukturen, die genau solche individuellen rassespezifischen Probleme eben nicht berücksichtigt. Bei verschiedenen Farbschlägen des Kleinspitzes (hauptsächlich orange, graugewolkt und weiß) traten immer wieder Probleme mit der Einhaltung von Standardgrößen und vor allen Dingen sehr viele Zahnfehler auf, die sich aufgrund der sehr engen Zucht in kleinen geschlossenen Populationen stark verbreiteten.

Um die mangelhafte Größe vieler Kleinspitze zu kompensieren, wurde ab 1988 die Zucht von Zwergspitzen ermöglicht.

Über den Umgang mit dem Spitz
- Broschüre -
Über den Umgang mit dem Spitz
Broschüre –

5.3.2.3. Marmor, Stein und Eisen bricht . . .

Zwei Hundchen (Herman van Veen (Live in Berlin 1994)

45. Generalversammlung, 1990, 24./25. März, Würzburg/Bayern

Peter Günther wird als 1. Präsident wiedergewählt
Peter Machetanz wird als 2. (geschäftsf.) Präsident wiedergewählt.
Nach Öffnung der Grenzen im Herbst 1989 nimmt mit Wolfgang Kalkbrenner erstmals ein Vertreter der DDR-Züchter an einer Generalversammlung teil.
Für das Zuchtbuchamt wird ein Computer mit 120 Ja-Stimmen einstimmig genehmigt. Sitzung des Hauptvorstandes mit dem Beirat und Vertretern des Clubs für Deutsche Spitze der DDR am 11./12. Aug. 1990 in Aschaffenburg/Main. Ausarbeitung einer Zusammenarbeit der beiden deutschen Spitzvereine. Die Mitglieder des DDS Clubs beschließen am 23. Sept. 1990 den Beitritt zum Verein für Deutsche Spitze.
Der Vorschlag des VDH und der Satzungskommission Zwerg- und Kleinspitze zu einer Varietät zu vereinen wurde mit 112 Nein-Stimmen abgelehnt.
Die Vorschläge der Standardkommission zur Größe der Spitze wurde mit 80 Ja-Stimmen angenommen.


Nov. 1990 Sitzung des Hauptvorstandes mit dem Beirat und den Vorsitzenden der Gruppen in Aschaffenburg/Main. Thema: Beitritt der Mitglieder des Clubs für Deutsche Spitze der DDR zum Verein für Deutsche Spitze e.V., gegr. 1899.

Nach Öffnung der innerdeutschen Grenze am 03.10.1989 traten 1991 die VKSK-Spitzzüchter der ehemaligen DDR in den Verein für Deutsche Spitze (im VDH) ein.

bis 17. Juni 1991 FCI-Weltausstellung in Dortmund. 224 Spitze sind gemeldet.

3. Auflage der Spitz-Infobroschüre wurde im Juni 1991 herausgegeben.
DDS 138, Dez. 1992, erscheint erstmals mit acht bezahlten Anzeigenseiten in Farbe.

46. Generalversammlung, 1993, 03./04. April, Retzbach/Bayern

Ehrenpräsident Rudolf Schmidt wird zum 1.Präsidenten gewählt.

Peter Machetanz wird als 2. (geschäftsf.) Präsident wiedergewählt.
Hansjörg Puschacher, seit 1971 Zuchtbuchführer, stellt sich nicht mehr zur Verfügung.
Ingrid de Lasberg wird zur Richterobfrau gewählt und bleibt es bis 2004.
Peter Günther und Siegfried Szesny werden nicht entlastet und können somit nicht wieder gewählt werden.
Eine neue Satzung wird verabschiedet.
Der Mitgliedsbeitrag wird ab 1994 auf 60 DM erhöht.
Zuchtbuchführer Bernd Thomcyzk tritt im März 1994 zurück.
Melitta Borchert übernimmt das Amt der Zuchtbuchführerin.

4. Auflage der Spitz-Infobroschüre wurde im Sept. 1994 herausgegeben.
Am 26. Dez. 1994 verstirbt der 1. Präsident Rudolf Schmidt völlig unerwartet.
Am 04. Febr. 1995 wird Gerda Kastl als 1. Präsidentin vom Hauptvorstand ins Amt gewählt.
Die FCI verzichtet auf einen eigenen Keeshond- Standard, verlangt aber, dass der Spitz- Standard so geändert wird, dass der Keeshond eingebunden wird.

Die meisten der noch verbliebenen Züchter von schwarzen Großspitzen in Deutschland gaben daraufhin die Zucht auf, zumal die Hunde unter schwersten Inzuchtschäden litten, Mutterhündinnen kurz nach der Geburt ihrer Welpen verstarben usw. (z. B. Zwinger „von der Kesterburg“, Ehepaar Holzapfel: Die Hündin Bianca von der Kesterburg, WT: 14.03.1993, IK 26,71% war hochgradig inzüchtig, weil der Zuchtwart für ihre Mutter, Indra von der Beyenburg, IK 16,31%, keine andere Verpaarung zugelassen hatte als die mit dem Rüden Perry-Max von der Beyenburg, IK 31,78%. Nachdem die Hündin Bianca dann am 23.05.1996 ihren ersten eigenen Wurf auf die Welt gebracht hatte, lag sie am Morgen des 25.05. tot in ihrer Aufzuchtbox. Der Züchter erlitt durch die Aufregung einen Schlaganfall und so musste seine Frau nicht nur ihren schwerkranken Mann pflegen, sondern auch zeitgleich den gesamten Wurf von 5 Welpen mit der Hand aufziehen!)

Die letzte noch verbliebene Zuchtstätte für schwarze Großspitze war über lange Zeit der Zwinger „von der Beyenburg“ (Margret Weihs-Hecker).

47. Generalversammlung 1996, 20./21. April, Berlin-Lichtenberg

Gerda Kastl wird als 1. Präsidentin im Amt bestätigt.
Peter Machetanz wird als 2. (geschäftsführender) Präsident wiedergewählt.
Barbara Steinhilber wird zur Zuchtbuchführerin gewählt und bleibt bis 2005 im Amt.
Lothar Mende wird zum Hauptzuchtwart gewählt und bleibt bis 2005 im Amt.
54 Anträge müssen von den Delegierten bearbeitet werden.
Der Verein ist erstmals im Internet präsent.
Im Juli 1996 fährt Gerda Kastl nach Stockholm zu Verhandlungen mit den skandinavischen Keeshondzüchtern.
Ab 1. März 1997 wird die Patella-Untersuchung für Mittel-, Klein- und Zwergspitze zur Pflicht.


Außerordentliche Generalversammlung am April 1997 in Alsfeld/Hessen

Die Wahl des Hauptzuchtwartes und des Schriftführers muss nach einem Einspruch des Registergerichtes wiederholt werden.

  • Im Juni 1997 erscheint mit DDS 156 zum erstenmal eine Extra-Ausgabe der Vereinszeitschrift mit dem Schwerpunkt „Japan-Spitz“.
  • Im März 1998 erscheint mit DDS 159 eine Extra-Ausgabe der Vereinszeitschrift mit dem Schwerpunkt „Zwergspitz-Pomeranian“ und die 5. Auflage der Spitz-Infobroschüre wurde im März 1998 herausgegeben.
  • Im Sept. 1998 erscheint mit DDS 161 eine Extra-Ausgabe der Vereinszeitschrift mit dem Schwerpunkt „Wolfsspitz-Keeshond“.
  • Im Sept. 1999 erscheint mit DDS 165 eine Extra-Ausgabe der Vereinszeitschrift mit dem Schwerpunkt „Deutscher Kleinspitz“.


Am 4. Sept.1999 findet die Jubiläumsschau zum 100jährigen Vereinsjubiläum in Stuttgart anlässlich der IRAS statt, es werden 227 Spitze von 4 Spezialrichtern des Vereins bewertet.
Am 13. Nov. 1999 findet die 1. Vereinssiegerschau im Rahmen der CACIB in Kassel statt, 195 Spitze werden von 3 Richtern bewertet.
Am 13. Nov. 1999 findet der Festabend zum 100jährigen Jubiläum des Vereins im Hotel Gude in Kassel statt.
Wolfsspitzzüchterin Irene Weitz wird zur „Großmeisterin der deutschen Spitzzucht“ ernannt.
Im März 1998 veröffentlicht die FCI den von Frau Kastl und dem Hauptvorstand überarbeiteten Standard für Deutsche Spitze.

Der Rassestandard 1998 (Bilder sind entfernt!)

Als ich zu Beginn der 1980er Jahre händeringend einen weißen Großspitz suchte, existierte in Deutschland praktisch nur noch der Zwinger „vom Seerosenweiher“ (Eyke Schmidt-Rohde), 1987 kam noch der Zwinger „vom Berg Sonnenhof“ (Ilse Lauermann) dazu. Andere Züchter von weißen Großspitzen verließen später den Verein wieder und züchteten in der Dissidenz weiter (z. B. Zwinger „zum Kaisertrutz“, Ehepaar Simmank: Beginn der Zucht 1999 – Ausstieg 2003), indem sie Samojeden einkreuzten, von deren Nachkommen dann drei Tiere als Registertiere in die Großspitzzucht des VfDSp (VDH) eingebracht wurden:

Auch die Züchterin Eyke-Schmidt-Rhode, Zwinger „vom Seerosenweiher“ kreuzte Samojeden und weiße Schäferhunde ein, allerdings „heimlich“ (obwohl es natürlich trotzdem alle wussten und sie selbst auch keinen Hehl daraus machte) in ihrer offiziellen Vereinszucht. „Heimlich“ bedeutet also in diesem Fall nur, dass es nicht in der Ahnentafel stand.

Nicht, dass es da nicht schon Vorbilder gegeben hätte . . .

Aber man muss ganz klar sagen, dass man sich im VfDSp eindeutig bei manchen Züchtern erst einmal etwas über die Augen gezogen hat und bei anderen ist man mit der Lupe herangegangen!

Darüber hinaus gab es nur sehr vereinzelte Verwendung sog. Registertiere und manche Spitzzüchter nahmen sogar gezielt sog. Zuchtverstöße in Kauf, um die winzige Zuchtpopulation genetisch zu beleben.

Man benötigt nicht wirklich viel gesunden Menschenverstand, damit sich einem der ganze Irrwitz der Tatsache erschließt, dass Züchter mit Strafen ihres Zuchtvereins rechnen müssen, wenn sie die von diesem gezüchtete Rasse vorm Aussterben bewahren.

Die Population der Großspitze war bis zur Jahrtausendwende schließlich soweit geschrumpft, dass zwischen 1997 und 1999 nur noch 75 weiße Großspitze geboren wurden und ein einziger schwarzer Großspitzwelpe! Inzuchtkoeffizienten von mehr als 30% waren „normal“ – neben den bereits 1944 von Dr. Manger erwähnten ausgestorbenen Farbschlägen der großen Spitze sind weitere dazugekommen (z. B. braun, orange), bzw. wurden abgeschafft!

Bibliografie

Die Angaben mit vorangestellter Jahreszahl beziehen sich auf wissenschaftliche Publikationen, die mit vorangestelltem Namen des Autors/der Autoren/Herausgebers auf Bücher und sind unter dem jeweiligen Link zu finden. (Sofern sie nicht ausschließlich käuflich zu erwerben sind!)

Diese und weitere Literatur finden Sie unter: Deutscher Spitz – Info-Zentrum

  1. „Trizonesien“ war ein scherzhafter Begriff für die drei westlichen Zonen des in Zonen aufgeteilte Nachkriegs-Deutschlands. Besonders bekannt wurde der Begriff durch das Karnevalslied „Wir sind die Eingeborenen von Trizonesien“ (hier kann man es sich anhören, Text steht drunter!), das (nicht nur) im damaligen Deutschland schnell den Stellenwert einer Nationalhymne angenommen hatte und selbst bei offiziellen Staatsempfängen gespielt wurde! Hatte je irgendein anderes Land der Welt einen solchen Ohrwurm als Nationalhymne? ↩︎
  2. Der Deutsche Spitz, Nr. 17, 1957, S. 45 ↩︎
  3. Der Deutsche Spitz, Nr. 131, 1991, S. 16 ↩︎
  4. Zuchtbuch für Deutsche Spitze Bd. 30, 1949 ↩︎
  5. Zuchtbuch für Deutsche Spitze Bd. 30, 1949 ↩︎
  6. Der Deutsche Spitz, Nr. 4, 1953, S. 04 ↩︎
  7. Der Deutsche Spitz, Nr. 16. 1957, S. 09-11, [pdf] ↩︎
  8. Der Deutsche Spitz, Nr. 17, 1957, Auszug aus dem Protokoll der 31. Generalversammlung, 1957, 7. April (Köln), S. 09f, [pdf] ↩︎
  9. Hennecke, Joseph, Der Deutsche Spitz, Buchreihe Freund Hund, Bd.18, 1962 ↩︎
  10. Der Deutsche Spitz, Nr. 41, 1965, S. 05 ↩︎
  11. Der Deutsche Spitz, Nr. 44,1966, S. 05, [pdf] ↩︎
  12. Der Deutsche Spitz, Nr. 52, 1969, S. 06, [pdf] ↩︎
  13. Der Deutsche Spitz, Nr. 54,1969, S. 04, 06, 07, [pdf] ↩︎
  14. Der Deutsche Spitz, Nr. 56,1970, S. 05 f, [pdf] ↩︎
  15. Der Deutsche Spitz, Nr. 6, 1953, S. 26 ↩︎
  16. Der Deutsche Spitz, Nr. 59, 1971, S. 07, [pdf] ↩︎
  17. Der Deutsche Spitz Nr. 55, 1970, S. 15f, [pdf] ↩︎
  18. Der Deutsche Spitz Nr. 55, 1970, S. 05, [pdf] ↩︎
  19. Der Deutsche Spitz Nr. 56, 1970, S. 06, [pdf] ↩︎
  20. Der Deutsche Spitz Nr. 68, 1974, S. 26 ↩︎
  21. Der Deutsche Spitz Nr. 63, 1972, S. 13, [pdf] ↩︎
  22. Der Deutsche Spitz Nr. 68, 1974, S, 17f, pdf] ↩︎
  23. Der Deutsche Spitz Nr. 65, 1973, S. 09, [pdf] ↩︎
  24. Der Deutsche Spitz Nr. 70, 1975, S. 15-17, [pdf] ↩︎
  25. Der Deutsche Spitz Nr. 83, 1979, S. 18f, [pdf] ↩︎
  26. 2014 Ohr, Prof. Dr. Renate, Heimtierstudie – ,,Wirtschaftsfaktor Heimtierhaltung“ ↩︎
  27. Der Deutsche Spitz Nr. 67, 1974, S. 46ff, [pdf] ↩︎
  28. Der Deutsche Spitz Nr. 70, 1975, S. 02f, [pdf] ↩︎
  29. Zeitnahes Zuchtbuch für Deutsche Spitze Bd. 56, 1975, [pdf] ↩︎
  30. Zeitnahes Zuchtbuch für Deutsche Spitze Bd. 57, 1976, [pdf] ↩︎
  31. Zeitnahes Zuchtbuch für Deutsche Spitze Bd. 58, 1977, [pdf] ↩︎
  32. Zeitnahes Zuchtbuch für Deutsche Spitze Bd. 59, 1978, [pdf] ↩︎
  33. Zuchtbuch für Deutsche Spitze Bd. 60, 1979, [pdf] ↩︎
  34. Zuchtbuch für Deutsche Spitze Bd. 61, 1980, [pdf] ↩︎
  35. Der Deutsche Spitz Nr. 91, 1981, S. 15f, [pdf] ↩︎
  36. Zuchtbuch für Deutsche Spitze Bd. 62, 1981, [pdf] ↩︎
  37. Zuchtbuch für Deutsche Spitze Bd. 63, 1982, [pdf] ↩︎
  38. Zuchtbuch für Deutsche Spitze Bd. 64, 1983, [pdf] ↩︎
  39. Zuchtbuch für Deutsche Spitze Bd. 65, 1984, [pdf] ↩︎
  40. Zuchtbuch für Deutsche Spitze Bd. 66, 1985, [pdf] ↩︎
  41. Zuchtbuch für Deutsche Spitze Bd. 67, 1986, [pdf] ↩︎
  42. Zuchtbuch für Deutsche Spitze Bd. 68, 1987, [pdf] ↩︎
  43. Zuchtbuch für Deutsche Spitze Bd. 69, 1988, [pdf] ↩︎
  44. Zuchtbuch für Deutsche Spitze Bd. 70, 1989, [pdf] ↩︎
  45. Zuchtbuch für Deutsche Spitze Bd. 71, 1990, [pdf] ↩︎
  46. Satzung des Vereins für Deutsche Spitze e. V., Zuchtgemeinschaft für Deutsche Spitze, Leipzig,1951 ↩︎
  47. Zucht- und Körordnung der Spezialzuchtgemeinschaft für Deutsche Spitze der VdgB (BHG) ↩︎
  48. Wertmesszifferntabelle für Deutsche Spitze ↩︎
  49. Katalog: Erste Spezialschau für Deutsche Spitze am 25.03.1951, Eisenach, DDR ↩︎
  50. Zuchtbuch für Deutsche Spitze (DDR), Eintragungsjahre 1961 (Bd. XI) – 1962 (Bd. XII) ↩︎
  51. Zuchtbuch für Deutsche Spitze (DDR), Eintragungsjahre 1961 (Bd. XI) – 1962 (Bd. XII) ↩︎
  52. Zuchtbuch für Deutsche Spitze (DDR), Eintragungsjahre 1961 (Bd. XI) – 1962 (Bd. XII) ↩︎